Ägypten

– Tiere –

Tierwelt in Ägypten

Meeres- und Wüstenfauna

Im Wadi el Gemal Schutzgebiet leben 45 Arten sesshafter Vögel sowie 25 Reptilien– und 24 Säugetierarten, darunter seltene Tiere wie die Dorcas-Gazelle (Gazella dorcas) und der Nubische Steinbock (Capra ibex nubiana).

Die sehr geringe Wasserverfügbarkeit gestaltet das Überleben in der Wüste schwierig – dennoch findet es selbst hier einen Weg. Die meisten Wüstentiere kommen gut zurecht, indem sie Flüssigkeit aus Pflanzen, ihrer Beute oder durch lange Wanderungen auf der Suche nach Wasser aufnehmen. Tagsüber kann es im Sommer für viele Lebewesen, mit Ausnahme einiger Vogelarten, zu heiß sein. Bei Einbruch der Nacht hingegen werden Füchse, Rennmäuse, Skorpione, Spinnen, Käfer, Eidechsen und viele weitere Tiere aktiv.

Auf dem Meeresgrund erstrecken sich ausgedehnte Seegraswiesen, die vielen jungen Riff-Fischen Schutz bieten und zugleich als lebenswichtige Nahrungsquelle für Dugongs (Dugong dugon) und Grüne Meeresschildkröten (Chelonia mydas) dienen. In den Gewässern leben zudem mehrere hundert Spinnerdelfine (Stenella longirostris) sowie zahlreiche Arten von Muränen, Rochen und Schlangenaalen. Entlang der Küste des Nationalparks liegt das Korallenriff stellenweise nur wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche und ist mit über 100 Fischarten außergewöhnlich artenreich.

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Spinnerdelfine
Arabische Kamele

Arabisches Kamel

Da das Arabische Kamel (Camelus dromedarius) nur einen Höcker besitzt, handelt es sich dabei genau genommen um ein Dromedar, wie auch sein wissenschaftlicher Name verdeutlicht. Entgegen weitverbreiteter Vorstellungen ist der Höcker nicht mit Wasser gefüllt, sondern enthält Fettreserven, auf die das Dromedar bei Bedarf zurückgreifen kann. Dadurch kann es mehr als eine Woche ohne Nahrung und Wasser auskommen.

Das Dromedar erreicht eine Schulterhöhe von etwa 1,8 Metern und ein Gewicht von 400 bis 500 kg. Dromedare sind darauf spezialisiert, hohe Temperaturen und begrenzte Nahrungs- und Wasserversorgung zu tolerieren. Sie können ihre Körpertemperatur zwischen 34,5 °C und 40,7 °C regulieren, was teilweise auf ihre große Körpermasse und Höhe zurückzuführen ist: größere Körper erwärmen sich langsamer als kleinere. Das helle Sommerfell reflektiert zudem Sonnenstrahlen.

Diese Eigenschaften verringern den Flüssigkeitsbedarf und die Schweißproduktion erheblich. Zusätzlich spart es Wasser durch seine Fähigkeit, sehr wenig Urin sowie besonders trockenen Kot zu produzieren. Unter extremen Bedingungen kann ein Dromedar über einen Monat ohne Wasser überleben. Während Phasen der Dehydrierung kann es bis zu 25 Prozent seines Körpergewichts verlieren, erholt sich jedoch schnell nach dem Trinken. Es kann innerhalb von nur zehn Minuten bis zu 100 Liter Wasser aufnehmen.

Das Dromedar wird von den Arabern auch „Schiff der Wüste“ genannt, da es perfekt an die extremen Lebensbedingungen angepasst ist und sein schaukelnder Gang an ein auf dem Meer gleitendes Boot erinnert.

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Dugong

Wir hatten beim Schnorcheln das große Glück, ein Dugong ganz in Ruhe beobachten zu dürfen. Wir werden nie vergessen, wie wir nach einer längeren Tour – wir waren bereits anderthalb Stunden unter Wasser – langsam in Richtung Ufer schwimmen wollten, als es plötzlich gemächlich direkt auf uns zugeschwommen kam. Wir waren sehr überrascht und konnten es im ersten Moment kaum glauben. Es schwamm dann ganz entspannt Schulter an Schulter an uns vorbei. Faszinierend ist, dass ein Dugong immer so aussieht, als würde es lächeln – so auch hier. Wir konnten es noch einige Zeit bestaunen, bevor es schließlich in den Tiefen des Meeres verschwand.

Der Dugong (Dugong dugon) ist weltweit das einzige ausschließlich Pflanzen fressende Meeressäugetier. Es ernährt sich von Seegras, vorzugsweise Halophila stipulacea und Halodule uninervis, und wird deswegen auch Seekuh genannt. Da Seegras einen sehr geringen Nährwert hat, benötigt ein ausgewachsenes Tier rund 30 bis 60 kg pro Tag. Dugongs erreichen eine Länge von bis zu drei Metern und ein Gewicht von 400 bis 900 kg. Sie leben in flachen, weiten Buchten mit Seegraswiesen und können unter günstigen Bedingungen bis zu 70 Jahre alt werden.

Die Paarung kann das ganze Jahr über stattfinden, ist jedoch abhängig von einem reichen Angebot an Seegras. Bei Futtermangel stellen Dugongs die Fortpflanzung ein, da die Aufzucht des Nachwuchses viel Zeit und Energie erfordert. Ein Weibchen bringt nur alle drei bis sieben Jahre nach einer Tragzeit von 13 bis 15 Monaten ein einzelnes Kalb zur Welt. Die Geburt erfolgt in flachem Wasser, und das 20 bis 35 kg schwere Junge schwimmt sofort zur Oberfläche für seinen ersten Atemzug. Mutter und Kalb pflegen einen stabilen, sehr innigen Kontakt. Das Junge wird bis zu 18 Monaten gesäugt, beginnt jedoch bereits früh, zusätzlich Seegras zu fressen.

Gefährdete Tiere

Die Zukunft des Dugongs ist alles andere als gesichert. Der Gesamtbestand ist stark zurückgegangen. Noch im frühen 20. Jahrhundert wurden Dugongs in Ansammlungen von Hunderten Tieren beobachtet, heute sind solche Herden kaum noch zu finden. Kleingruppen von etwa sechs Tieren sind inzwischen die Norm; im Wadi el Gemal soll es nur noch zwei Dugongs geben.

Die Gründe für den Rückgang sind vielfältig: Zum einen wird der Lebensraum der Dugongs immer knapper, da zahlreiche menschliche Aktivitäten Seegraswiesen zerstören oder schädigen – direkt durch Fischerboote oder -schiffe, die Nutzung der Wiesen zur Sandgewinnung oder Landgewinnung durch Aufschüttung. Auch Bautätigkeiten entlang der Küsten führen dazu, dass Sedimente in die Lebensräume eingespült werden. Diese Trübstoffe sowie eingespülte Nährstoffe fördern das Wachstum schädlicher Algen und gehören weltweit zu den wichtigsten Ursachen für den Rückgang von Seegraswiesen.

Der Dugong ist zudem direkt bedroht: Sein Fleisch wird gegessen und gilt als wohlschmeckend, aus seinem Fett wird Öl gewonnen, und aus seinen Körperteilen werden fragwürdige Heilmittel, Amulette oder Schnitzereien hergestellt. Zwar ist die Jagd in vielen Ländern verboten, doch die Kontrolle oft unzureichend. In vielen Gebieten sterben Dugongs außerdem dadurch, dass sie sich in Netzen verfangen, die nicht für sie bestimmt sind.

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Dugong im Wadi el Gemal Schutzgebiet
Wildesel

Esel

Im Wadi el Gemal entdeckten wir eine Population von Wildeseln (Equus africanus asinus), die in der Region leben und hervorragend an die extremen Bedingungen der Wüste angepasst sind.

Typisch für ihr Sozialverhalten sind kleine Gruppen, in denen ein dominantes Männchen die Herde anführt. Sie legen weite Strecken zurück, um Wasserstellen und Futter wie Gräser und Sträucher zu erreichen. Bei der Nahrungsaufnahme bleiben einige Samen unverdaut, außerdem können sie an ihrem Fell hängenbleiben. Auf diese Weise verteilen die Tiere die Samen über größere Entfernungen und beeinflussen so die Vegetation ihres Lebensraums.

Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit sind die Wildesel im Wadi el Gemal gefährdet. Lebensraumverlust durch menschliche Aktivitäten, Konkurrenz mit domestizierten Tieren und gelegentliche Wilderei setzen den Beständen zu. Der Schutz dieser Tiere ist eng mit der Erhaltung des empfindlichen Ökosystems des Wadi el Gemal verbunden.

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Fische

Im imposanten Korallenriff von Wadi el Gemal leben schätzungsweise 104 Fischarten, darunter Maskenkugelfische (Arothron diadematus), Papageienfische (Scarus sordidus), Feuerfische (Pterois volitans), Anemonenfische (Amphiprion bicinctus), Kaiserfische (darunter der Arabische Kaiserfisch, Pomacanthus maculosus), Napoleonfische (Cheilinus undulatus) sowie Drückerfische (darunter der Riesendrücker, Balistoides viridescens).

Riff-Fische sind aus mehreren Gründen besonders farbenprächtig: Manche Farbzeichnungen warnen vor einer unmittelbaren Gefahr oder weisen auf eine Verteidigungswaffe hin, etwa die markanten Muster im Bereich der Stacheln beim Doktorfisch. Andere Farb- und Musterkombinationen sind für bestimmte Arten ein wichtiges Kommunikationsmittel untereinander. Eine bunte Haut kann außerdem zur Tarnung beitragen, da sie den Fischen ermöglicht, mit dem farbenreichen Hintergrund des Korallenriffs zu verschmelzen. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil die meisten tagaktiven Riff-Fische Farben wahrnehmen können.

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Fische des Roten Meeres
Junge Dorkasgazelle

Gazelle

Unter den Gazellenarten ist die Dorkasgazelle (Gazella dorcas) am besten an das Leben in der Wüste angepasst. Sie trinkt nur selten und deckt ihren gesamten Wasserbedarf über Pflanzen.

Besonders in den frühen Morgenstunden und gegen Sonnenuntergang, wenn die Temperaturen milder sind, lassen sie sich meist in kleinen Gruppen beobachten. Vorsichtig und gut getarnt durch ihr sandfarbenes Fell bewegen sie sich durch die offenen Täler, stets wachsam, unterstützt von ihrem ausgezeichneten Seh- und Hörvermögen, das ihnen hilft, Menschen und andere Tiere frühzeitig zu erkennen. Dank ihres schlanken Körpers und der langen Beine können sie bei Gefahr in schnellen, eleganten Sprüngen fliehen und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h erreichen. Im Wadi el Gemal haben erwachsene Tiere keine großen natürlichen Feinde, doch die harten Wüstenbedingungen halten ihre Bestände in Schach.

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Insekten und Spinnentiere

Es gibt zahlreiche Tiere mit einem Außenskelett, etwa Insekten und Wüstenskorpione, die ihren Wasserverlust effektiv kontrollieren können, indem sie ihre Atemöffnungen zeitweise schließen. Einige dieser Insekten trinken nahezu nie, sondern decken ihren Wasserbedarf ausschließlich über das Gewebe ihrer Beutetiere.

Im Wadi el Gemal entdeckten wir verschiedene Schwarzkäfer, Ameisen und Spinnen, teils gut getarnt am Boden oder zwischen Steinen. Zudem beobachteten wir mehrere Arten von Fangschrecken (Gottesanbeterinnen), darunter die Ägyptische Gottesanbeterin (Miomantis paykullii), auch als Pharao-Mantis bekannt, sowie die Kleine Teufelsblume (Blepharopsis mendica).

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Kleine Teufelsblume
Klippschliefer

Klippschliefer

Trotz seines nagetierähnlichen Aussehens ist der Klippschliefer (Procavia capensis) kein Nagetier. Er gehört zur eigenständigen Ordnung der Schliefer und ist biologisch näher mit Elefanten und Seekühen verwandt.

An den Pfotensohlen besitzt der Klippschliefer gummiartige Polster mit Schweißdrüsen, die wie Saugnäpfe wirken und sicheren Halt auf glatten Felsen ermöglichen – eine ideale Anpassung an karge Lebensräume. Da sie ihre Körpertemperatur nur begrenzt selbst regulieren können, sonnen sie sich gerne, meist morgens oder am späten Nachmittag, häufig in Gruppen, um Wärme aufzunehmen. Den Großteil ihres Wasserbedarfs decken sie über ihre vorwiegend pflanzliche Nahrung.

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Krebstiere

In den Mangrovenwäldern des Wadi el Gemal leben unzählige Krebse, die vor allem zwei Arten angehören:

Die Gespensterkrabbe (Macrophthalmus sp.) erreicht eine Panzerbreite von etwa 4-5 cm. Ihre Sandhöhlen am Strand sind von winzigen Spuren umgeben, die sich in alle Richtungen ausbreiten. Die Höhlen dienen den neugierigen Krabben als Unterschlupf. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit laufen sie über den Sand und verschwinden beim kleinsten Anzeichen von Gefahr blitzschnell in ihren Bauten – daher ihr Name „Gespensterkrabbe“.

Die Winkerkrabben (Uca sp.), auch als Geigerkrebse bekannt, sind ebenfalls auffällig. Bei den Männchen ist eine der Scheren überdurchschnittlich vergrößert und kann fast die Hälfte der Körperbreite erreichen.

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Gespensterkrabbe
Grüne Meeresschildkröte

Meeresschildkröten

Im Roten Meer kommen fünf Arten von Meeresschildkröten vor, alle vom Aussterben bedroht und deshalb streng geschützt. Zwei davon – die Echte Karettschildkröte und vor allem die Grüne Meeresschildkröte – sind Teil der Fauna des Wadi el Gemal Nationalparks, wo sie ihren idealen Lebensraum finden.

Die Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) ernährt sich von Meerespflanzen, vor allem von Seegras, das in warmen, flachen Küstengewässern gedeiht. Das Reptil ist an seinem runden Schnabel und seinem Panzer zu erkennen, der bis zu einem Meter lang werden kann.

Im Laufe ihres Lebens können Grüne Meeresschildkröten tausende Kilometer zurücklegen. Mit etwa 20 Jahren erreichen sie die Geschlechtsreife und kehren zu Beginn des Sommers an ihren Geburtsort – etwa die Insel Wadi el Gemal – zurück, um dort ihre Eier abzulegen. Im Gegensatz zu den erwachsenen Tieren ernähren sich die Jungtiere von kleinen Meereslebewesen. In dieser Phase leben sie im offenen Wasser, kehren jedoch nach vier bis fünf Jahren an die Küste zurück.

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Reptilien

Unter den rund 25 Reptilienarten, zu denen auch Meeresschildkröten gehören, stellen Geckos die am häufigsten vertretene Gruppe dar.

Einige Geckoarten, insbesondere bestimmte Dickschwanz- oder Fettschwanzgeckos, speichern erhebliche Fettreserven in ihren Schwänzen, vergleichbar mit dem Fettspeicher im Höcker des Dromedars. Die Fettreserven können bei Bedarf in Energie umgewandelt werden; dabei entsteht auch Wasser als Nebenprodukt des Stoffwechsels. Sind die Tiere geschwächt oder längere Zeit ohne Nahrung, werden Schwänze oder Höcker sichtbar kleiner, da auf diese „Notreserven“ zurückgegriffen wird. Zu den Eidechsen des Gebiets gehört auch die Agama spinosa, die gelegentlich auf Felsen an den Rändern der Trockentäler zu beobachten ist.

Die Reptilienfauna umfasst darüber hinaus auch Schlangen, etwa die gefährliche, jedoch seltene Wüsten-Hornviper (Cerastes cerastes) sowie die häufiger anzutreffende Ägyptische Sandrenn-Natter (Psammophis aegyptius). Letztere stellt für den Menschen kaum eine Gefahr dar, da sie ungiftig ist und sich überwiegend von Eidechsen und kleinen Nagetieren ernährt.

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Gecko mit typischen Haftzehen
Rüppellfuchs

Rüppellfuchs

Plötzlich stand er da und beobachtete uns – der Rüppellfuchs (Vulpes rueppelli), auch Sandfuchs genannt. Er ist mit einer Schulterhöhe von etwa 30 Zentimetern kleiner als sein bekannter Verwandter, der Rotfuchs. Tagsüber ruht er geschützt vor der Hitze in seinem Bau, der bis zu zwei Meter tief in den sandigen Boden gegraben sein kann. Nachts begibt er sich auf die Suche nach Nahrung: kleine Nagetiere, Insekten, Vögel und gelegentlich Früchte. Dabei legt er Strecken von mehreren Kilometern zurück und bewegt sich nahezu lautlos durch die Wüste.

Sein sandfarbenes, dichtes Fell schützt ihn vor Sonne und Sand, während die dunklen Spitzen der Ohren und sein buschiger Schwanz der Wärmeregulation dienen. Besonders bemerkenswert ist seine Sparsamkeit im Umgang mit Wasser. Rüppellfüchse können über längere Zeiträume ohne direkte Wasseraufnahme überleben, da sie den größten Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung decken und ihren Wasserverlust durch eine spezielle Stoffwechselanpassung minimieren.

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Steinbock

Wer ihn sieht, erlebt meist nur einen kurzen Moment, eine stille Bewegung hoch über den Tälern: Der Nubische Steinbock (Capra nubiana) kommt nur in den felsigen, trockenen Hochlagen im westlichen Teil des Nationalparks vor. Eng verwandt mit dem Alpensteinbock, besitzt er ein helleres Fell, einen längeren Bart unter dem Kinn und ist die am schwersten zu beobachtende Tierart der Region. Angepasst an Hitze und Trockenheit, ernährt er sich von der spärlichen Vegetation entlang der felsigen Hänge und zieht sich in den heißen Jahreszeiten in höhere Lagen zurück. Beide Geschlechter tragen Hörner, die bei den Männchen etwas größer ausgeprägt sind.

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Nubischer Steinbock
Seeschwalbe

Vögel

Im Wadi el Gemal lassen sich mindestens 45 Vogelarten entdecken. Das Schutzgebiet liegt auf einer bedeutenden Zugroute, sodass viele Arten – von kleinen Sperlingen bis zu Störchen und Greifvögeln – im Frühling und Herbst hier verweilen.

Besonders nah konnten wir den weißen Küstenreiher (Egretta gularis) beobachten, der ruhig im Flachwasser stand und dabei kaum Notiz von unserer Anwesenheit zu nehmen schien. Ein Moment blieb besonders in Erinnerung, als wir gemeinsam aufs Meer schauten, während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand.

Auf den Inseln des Nationalparks leben große Kolonien tropischer Meeresvögel, darunter verschiedene Arten von Seeschwalben und Möwen. Es lassen sich sowohl dort nistende als auch während der Migration rastende Vogelarten antreffen. Hier brüten zudem die gefährdeten Meeresschildkröten.

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Wüstenrennmaus

Dieses etwa 20 Zentimeter lange Tier ist vor allem nachts sowie in der Dämmerung aktiv. Die Wüstenrennmaus (Gerbillus gerbillus), auch Kleine Ägyptische Rennmaus genannt, ist ein typischer Wüstenbewohner mit langen Hinterbeinen, welche ihr Sprünge ermöglichen, die mindestens das Fünffache ihrer Körperlänge erreichen. Tagsüber hält sie sich in selbst gegrabenen Erdhöhlen verborgen und verlässt diese erst bei Einbruch der Nacht, um nach Nahrung wie Samen, Früchten und Insekten zu suchen. Sie gehört zu den bevorzugten Beutetieren von Greifvögeln, Füchsen und Schlangen, kann sich unter günstigen Bedingungen jedoch rasch vermehren. Meist bleibt ihre Anwesenheit unbemerkt und verrät sich erst durch feine Spuren im Sand.

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Kleine Ägyptische Rennmaus

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