Sardinien – Zwischen Supramonte und Mittelmeer
Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Wir verbrachten mehrere Wochen im Juli an der Ostküste, mit einem Schwerpunkt auf der Umgebung von Orosei in der Provinz Nuoro sowie Bari Sardo in der Ogliastra, einer der am dünnsten besiedelten Regionen Italiens. Ganz unerwartet begegneten wir Delfinen vor der Küste bei Bari Sardo und Wildschweinen in der Stadt Olbia.







Die Ostküste
Sardinien (sardisch Sardigna, italienisch Sardegna) ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und gehört zu Italien. Wir verbrachten mehrere Wochen im Juli ausschließlich an der Ostküste der Insel und wurden gleich mehrfach positiv überrascht.
Unsere Reise führte uns vor allem in die Umgebung von Orosei in der Provinz Nuoro sowie nach Bari Sardo in der Provinz Ogliastra, einer der am dünnsten besiedelten Gegenden Italiens. Dort bewohnten wir wunderschöne, abgeschiedene Ferienhäuser in Alleinlage mit großzügigen Gärten – ideal, um die Tage draußen zu verbringen, Zikaden zu lauschen und die Natur in vollen Zügen zu genießen.
Die Landschaft entlang der Ostküste ist geprägt von dichter mediterraner Macchia, sanften Hügeln und dem mächtigen Supramonte-Gebirge, dessen zerklüftete Kalkplateaus stellenweise bis nahe an das Meer heranreichen, welches je nach Licht in Blau- und Grüntönen schimmert. Besonders erstaunlich: Selbst im Hochsommer trafen wir auf nahezu menschenleere Strände. Abseits der bekannten Hotspots herrschte eine Ruhe, die man im Juli kaum erwartet.
Auch die Tierwelt sorgte für unerwartete Momente: Delfine zeigten sich vor der Küste bei Bari Sardo, und selbst in der Stadt Olbia begegneten wir Wildschweinen.
Natur zwischen Bergen und Meer
Die Provinzen Nuoro und Ogliastra werden von der wilden Bergkette des Supramonte geprägt, dessen steile Kalksteinwände teils direkt ins Meer abfallen. Die Küsten, selbst in der Hauptsaison fast menschenleer, sind ein Paradies für Ruhesuchende. Pinien-Wälder säumen die Strände und spenden angenehmen Schatten – ideal für all jene, die das Meer genießen möchten, ohne den ganzen Tag in der prallen Sonne zu liegen.
Im Landesinneren wechseln dichte Steineichen-Wälder mit einsamen Hochebenen. Überall verstreut liegen kleine, urige Dörfer zwischen uralten Olivenhainen, Weinreben und duftender Macchia, die das raue, sonnendurchflutete Gelände überzieht. Sie ist eine typische Form der mediterranen Buschlandschaft, die vor allem in Küsten- und Bergregionen Südeuropas vorkommt, besonders auf Sardinien.


Kulinarik & Gastfreundschaft
Wer Sardinien entdecken möchte, sollte sich Zeit nehmen – für lange Mittag- und Abendessen, den Duft der Kräuter in der Macchia und Gespräche mit Menschen vor Ort. In den kleinen Restaurants und Bars fühlt man sich sofort willkommen, denn hier nimmt man sich Zeit für eine freundliche Begrüßung und einen kurzen Plausch.
Besonders begeistert haben uns die lokalen Obst- und Gemüsestände: Frisch vom Hof oder Garten gab es alles für unsere eigene Verpflegung – von Obst, Gemüse, Salat und Kräutern über Schafskäse, Eier und Olivenöl bis hin zu Wein, Mandeln und Marmelade. Sogar selbst gekochte Spezialitäten wurden angeboten, die wir natürlich probiert haben. Ein wahrer Genuss!





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